… ist ein Song von Doris Day, den meine Mutter mal gehört hat als ich Kind war – nur die Frage, wer denn diese „Daisies“ sind, konnte ich damals nicht beantworten.

Dabei kenne ich natürlich Gänseblümchen  – mit Schneeglöckchen und Osterglocken sind es also schon mindestens drei Blumensorten, welche ich bereits vor meinem Kleingarten kannte, das sind doch gar nicht so schlechte Voraussetzungen 😉

Tatsächlich gehören die Mehrjährigen Gänseblümchen bzw.  Maßliebchen, Tausendschön , Monatsröserl bzw. bellis perennis („schön“ und „ausdauernd“), wie der Botaniker Carl von Linné sie benannt hat, zu den bekanntesten Blumen Europas, da sie auf fast jeder Rasenfläche vorkommen – entsprechend viele Namen haben sie, alleine Wikipedia listet eine ganze Seite mit verschiedenen Trivialnamen.

Die Blütezeit ist von März bis November, tatsächlich jedoch fanden sich auch in den Monaten dazwischen noch vereinzelte Blüten auf meiner Wiese.

Gänseblümchen sind essbar – am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette.  Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.

In der Volksheilkunde werden Gänseblümchenblüten als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.

Aufgrund ihrer großen Bekanntheit sind auch einige Aberglauben mit der Pflanze verbunden: Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr esse, werde das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. Und wer getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, die am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr gepflückt wurden, dem geht keine wichtige Arbeit schief.

Verwendung findet das Gänseblümchen auch als Orakel, indem die einzelnen Blütenblätter einer Blüte verbunden mit alternierenden Abzählreimen (etwa: …liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich…) abgezupft werden.