Und was kommt als nächstes aus dem Boden? Noch ein Dingens?

Nein, ich denke es ist „Allium ursinum“ bzw., wie der Name schon sagt, Bärlauch!

(Hätte ich mal an den Blättern geschnuppert statt an der Blüte, dann wäre ich vielleicht ohne Web-Recherche darauf gekommen).

Tatsächlich handelt es sich beim Bärlauch um ein in Europa und Teilen Asiens (vor allem in Wäldern) verbreitetes Wildgemüse, welches früh im Jahr – oft schon im März – austreibt. Er gehört zur  Gattung Allium  (Lauch) und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Schade dass ich auf meiner Parzelle bislang nur 1-2 Pfänzchen entdeckt habe, denn der Bärlauch ist als altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze vielfältig nutzbar:

In der Küche nutzt man die Blätter – oft auch die Stängel – frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche.

Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Auch in der  modernen Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.