Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

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Frohe Ostern

Live und direkt aus dem Kleingarten wünschen wir: Frohe Ostern!

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Die schönsten Blumen sind Lila

Also entweder ich weiß jetzt, welche die Lieblingsfarbe der Vorbesitzer war – oder die Zeit um den Monatswechsel von März auf April sind einfach „Lila Wochen“:

Neben den bekannten Krokussen – siehe Titelbild –  trauen sich nun auch Leberblümchen (Blume des Jahres 2013, wie der Winterling ein Hahnenfuß) …

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Märzveilchen (im Altertum eine mehreren Gottheiten geweihte Kultpflanze) …

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… und eine Gartenhyazinthe  (im Orient seit dem Altertum, in Mitteleuropa seit ungefähr 1560 kultiviert)

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aus dem Boden!

Please, please, don’t eat the daisies

… ist ein Song von Doris Day, den meine Mutter mal gehört hat als ich Kind war – nur die Frage, wer denn diese „Daisies“ sind, konnte ich damals nicht beantworten.

Dabei kenne ich natürlich Gänseblümchen  – mit Schneeglöckchen und Osterglocken sind es also schon mindestens drei Blumensorten, welche ich bereits vor meinem Kleingarten kannte, das sind doch gar nicht so schlechte Voraussetzungen 😉

Tatsächlich gehören die Mehrjährigen Gänseblümchen bzw.  Maßliebchen, Tausendschön , Monatsröserl bzw. bellis perennis („schön“ und „ausdauernd“), wie der Botaniker Carl von Linné sie benannt hat, zu den bekanntesten Blumen Europas, da sie auf fast jeder Rasenfläche vorkommen – entsprechend viele Namen haben sie, alleine Wikipedia listet eine ganze Seite mit verschiedenen Trivialnamen.

Die Blütezeit ist von März bis November, tatsächlich jedoch fanden sich auch in den Monaten dazwischen noch vereinzelte Blüten auf meiner Wiese.

Gänseblümchen sind essbar – am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette.  Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.

In der Volksheilkunde werden Gänseblümchenblüten als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.

Aufgrund ihrer großen Bekanntheit sind auch einige Aberglauben mit der Pflanze verbunden: Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr esse, werde das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. Und wer getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, die am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr gepflückt wurden, dem geht keine wichtige Arbeit schief.

Verwendung findet das Gänseblümchen auch als Orakel, indem die einzelnen Blütenblätter einer Blüte verbunden mit alternierenden Abzählreimen (etwa: …liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich…) abgezupft werden.

Die kenn‘ ich!

Endlich mal wieder eine Blume die ich ohne größere Recherche schon kannte…

Die Gelbe Narzisse (OK, diesen Namen kannte ich dann doch noch nicht) ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe. Bei höheren Mengen drohen Lähmungen und Kreislaufzusammenbrüche sowie Hautreizungen, die Narzissendermatitis/ Kontaktdermatitis genannt werden. Die höchste Konzentration an Giftstoffen befindet sich in der Zwiebel, weshalb ein Verzehr auch tödlich enden kann.

Jedes Jahr zur Blütezeit wird sie in großen Mengen als Schnittblume in den Handel gebracht. Aufgrund der langen Haltbarkeit (bei kühlem Standort bis zu 10 Tage) erfreut sie sich deiner hohen Beliebtheit in der Floristik.

Die symbolische Bedeutung der Osterglocke (das ist der Name den ich kannte) ist vielseitig. Vor allem steht diese in Verbindung mit den österlichen Feierlichkeiten. Dies ist zurückzuführen auf die Blütezeit im März und April. Im Christentum steht die gelbe Narzisse für die Auferstehung.  Das Osterfest ist im Christentum das Fest der Auferstehung von Jesus – genau so verhält es sich mit der Osterglocke. Mag sie den Rest des Jahres tot geglaubt sein, erblüht sie pünktlich zum Osterfest erneut auf. Die Osterglocke steht daher als Symbol des ewigen Lebens.

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Was blüht denn da im Schatten der Gartenmauer, im Niemandsland zwischen meiner und der Obando-Parzelle?

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Ich würde sagen, es ist der Sibirischer Blaustern (Scilla siberica), auch Nickende Sternhyazinthe oder Sibirische Sternhyazinthe genannt – interessanterweise aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) .

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In Europa ist der Sibirische Blaustern eine beliebte frühblühende Zierpflanze in Gärten und Parks. Er gedeiht besonders an schattigen und halbschattigen, frischen Standorten. Manchmal verwildert er und kann dann Massenbestände bilden.

Bärlauch

Und was kommt als nächstes aus dem Boden? Noch ein Dingens?

Nein, ich denke es ist „Allium ursinum“ bzw., wie der Name schon sagt, Bärlauch!

(Hätte ich mal an den Blättern geschnuppert statt an der Blüte, dann wäre ich vielleicht ohne Web-Recherche darauf gekommen).

Tatsächlich handelt es sich beim Bärlauch um ein in Europa und Teilen Asiens (vor allem in Wäldern) verbreitetes Wildgemüse, welches früh im Jahr – oft schon im März – austreibt. Er gehört zur  Gattung Allium  (Lauch) und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Schade dass ich auf meiner Parzelle bislang nur 1-2 Pfänzchen entdeckt habe, denn der Bärlauch ist als altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze vielfältig nutzbar:

In der Küche nutzt man die Blätter – oft auch die Stängel – frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche.

Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Auch in der  modernen Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.

 

POG von oben

Wie man auf vielen meiner Fotos sieht, verläuft direkt hinter unserer Parzelle die Trasse der U-Bahnlinie 2, und vom Gärtchen aus kann man die Fahrgäste in den Wagen beobachten; sie schauen allerdings fast nie zurück.

Dabei ist die Aussicht gar nicht so übel:

Die erste Ernte

Aus gegebenem Anlass: Meine allererste Ernte!

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Schick!

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Ich wünschte nur, die Winterlinge hätten die 24 Stunden in der Vase und die Lieferung nach Frankfurt am Main besser überstanden, aber es sind wohl eher keine Schnittblumen…

Dingens

Wieder ist eine Woche vergangen, und Schneeglöckchen, Winterlinge und  Krokusse sind nicht mehr das einzige was grünt…

Erste Knospen kann man z.B. an diesem… schönen… Dingens beobachten, welches den Geräteschuppen begrünt und im Herbst so schön herbstlich aussieht!

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Im Blumenbeet sprießt bereits das andere… Dingens, keine Ahnung was daraus wird…

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…und außerdem wächst dort auch ein wunderschönes, herzförmiges… Dingens!

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Auflösung folgt. Später. Sachdienliche Hinweise zur Bestimmung dieser Pflanzen werden gerne als Kommentar entgegen genommen!

(noch kein) Wasser marsch!

Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass – wenn es schon so früh Frühling wird – das Wasser in der Kolonie schon wieder angeschaltet ist… also rein mit der Wasseruhr:

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(Hier der Blick in Richtung Bülowstraße / Bülowbogen auf die Lutherkirche, heute American Church in Berlin ; im Vordergrund die Parzelle unserer Nachbarn, die ein wenig mehr Zeit für die Gartenpflege aufwenden als wir)

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Passt!

Die Wasseruhr kommt übrigens aus der Nähe meines Heimatortes – die Lahn-Dill-Region wie auch das angrenzende Siegerland und Sauerland sind typische Standorte von kleinen, mittelständischen Betrieben, die aber Ihre Nische gefunden haben und von der Provinz aus die ganze Welt beliefern, sog. „Hidden Champions“. Die bekanntesten sind sicherlich Hailo und Rittal, aber auch Werne Schütz aus Olpe scheint sich einen gewissen Marktanteil gesichert zu haben…

Blöd nur: Jetzt habe ich die Wasseruhr eingebaut und alle Rohre wieder veschraubt (wir öffnen vor dem Winter die meisten Verschraubungen, damit die Rohre bei Minusgraden nicht platzen) – und jetzt ist immer noch kein Wasser da, weil die Wasserversorgung offiziell noch nicht wiederhergestellt ist. Naja. Hoffen wir mal, ich habe alle Hähne richtig verschlossen, und dass wir keine Überraschung erleben wenn sich endlich der Druck aufbaut…

Es grüßt euch euer – erstmals live und direkt aus dem Garten bloggende – Fenderbender

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