Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

Winterling

Eine große Überraschung im Garten waren die Winterlinge:

Einerseits war ich überrascht, wie viele von diesen schönen, gelb leuchtenden Blümchen schon Ende Februar aus dem Boden gesprossen sind:

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Zum anderen war es gar nicht so leicht, diese Blumen zu identifizieren bzw. zu bestimmen – mein kleines Blumen-Bestimmungs-Buch zeigte zwar den einen oder anderen Hahnenfuß, nicht aber genau diese gelbe Blume, die ich in meinem Garten vorgefunden habe.

Die Begründung ist einfach – mein Pflanzenbuch zeigt vor allem heimische Planzen,  was der Winterling streng genommen aber nicht ist:

Der Winterling stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum, wurde aber bereits im 16. Jahrhundert auch in Deutschland kultiviert. Heute finden sich die Pflanzen vor allem in der Nähe von Park- und Gartenanlagen, wo sie „unbeständig aus der Kultur ausgebrochen“ sind – und natürlich als bewusst angepflanzte Zierpflanze wie bei uns, wo sie als Früh- und Schneeblüher zusammen mit Schneeglöckchen und Krokussen schon ab Mitte Februar die ersten Blüten bilden.

Der Winterling liefert damit als eine der ersten Pflanzen im Jahr Nektar und Pollen. Steigt die Temperatur an sonnigen Wintertagen auf 10 bis 12 °C, so kann man dort die ersten Bienenanflüge beobachten – dafür muss mir mein Freund und Nachbar Nils wohl mal einen ausgeben, denn er ist Imker (hier sein Blog), und seine Bienchen finden oft den Weg über die Efeu-Barriere von seinem in meinen Garten…

1 Kommentar

  1. Super Sache, dafür gebe ich gerne mal ein Glas Honig im Frühjahr aus! Und gut dass Du sie stehen lässt, anstatt sie wie den armen Löwenzahn aus dem Boden zu reißen 😉

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