Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

Monat: März 2015 (Seite 1 von 2)

Die kenn‘ ich!

Endlich mal wieder eine Blume die ich ohne größere Recherche schon kannte…

Die Gelbe Narzisse (OK, diesen Namen kannte ich dann doch noch nicht) ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe. Bei höheren Mengen drohen Lähmungen und Kreislaufzusammenbrüche sowie Hautreizungen, die Narzissendermatitis/ Kontaktdermatitis genannt werden. Die höchste Konzentration an Giftstoffen befindet sich in der Zwiebel, weshalb ein Verzehr auch tödlich enden kann.

Jedes Jahr zur Blütezeit wird sie in großen Mengen als Schnittblume in den Handel gebracht. Aufgrund der langen Haltbarkeit (bei kühlem Standort bis zu 10 Tage) erfreut sie sich deiner hohen Beliebtheit in der Floristik.

Die symbolische Bedeutung der Osterglocke (das ist der Name den ich kannte) ist vielseitig. Vor allem steht diese in Verbindung mit den österlichen Feierlichkeiten. Dies ist zurückzuführen auf die Blütezeit im März und April. Im Christentum steht die gelbe Narzisse für die Auferstehung.  Das Osterfest ist im Christentum das Fest der Auferstehung von Jesus – genau so verhält es sich mit der Osterglocke. Mag sie den Rest des Jahres tot geglaubt sein, erblüht sie pünktlich zum Osterfest erneut auf. Die Osterglocke steht daher als Symbol des ewigen Lebens.

Mauer(streifen)-Blümchen

Was blüht denn da im Schatten der Gartenmauer, im Niemandsland zwischen meiner und der Obando-Parzelle?

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Ich würde sagen, es ist der Sibirischer Blaustern (Scilla siberica), auch Nickende Sternhyazinthe oder Sibirische Sternhyazinthe genannt – interessanterweise aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) .

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In Europa ist der Sibirische Blaustern eine beliebte frühblühende Zierpflanze in Gärten und Parks. Er gedeiht besonders an schattigen und halbschattigen, frischen Standorten. Manchmal verwildert er und kann dann Massenbestände bilden.

Bärlauch

Und was kommt als nächstes aus dem Boden? Noch ein Dingens?

Nein, ich denke es ist „Allium ursinum“ bzw., wie der Name schon sagt, Bärlauch!

(Hätte ich mal an den Blättern geschnuppert statt an der Blüte, dann wäre ich vielleicht ohne Web-Recherche darauf gekommen).

Tatsächlich handelt es sich beim Bärlauch um ein in Europa und Teilen Asiens (vor allem in Wäldern) verbreitetes Wildgemüse, welches früh im Jahr – oft schon im März – austreibt. Er gehört zur  Gattung Allium  (Lauch) und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Schade dass ich auf meiner Parzelle bislang nur 1-2 Pfänzchen entdeckt habe, denn der Bärlauch ist als altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze vielfältig nutzbar:

In der Küche nutzt man die Blätter – oft auch die Stängel – frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche.

Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Auch in der  modernen Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.

 

POG von oben

Wie man auf vielen meiner Fotos sieht, verläuft direkt hinter unserer Parzelle die Trasse der U-Bahnlinie 2, und vom Gärtchen aus kann man die Fahrgäste in den Wagen beobachten; sie schauen allerdings fast nie zurück.

Dabei ist die Aussicht gar nicht so übel:

Die erste Ernte

Aus gegebenem Anlass: Meine allererste Ernte!

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Schick!

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Ich wünschte nur, die Winterlinge hätten die 24 Stunden in der Vase und die Lieferung nach Frankfurt am Main besser überstanden, aber es sind wohl eher keine Schnittblumen…

Dingens

Wieder ist eine Woche vergangen, und Schneeglöckchen, Winterlinge und  Krokusse sind nicht mehr das einzige was grünt…

Erste Knospen kann man z.B. an diesem… schönen… Dingens beobachten, welches den Geräteschuppen begrünt und im Herbst so schön herbstlich aussieht!

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Im Blumenbeet sprießt bereits das andere… Dingens, keine Ahnung was daraus wird…

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…und außerdem wächst dort auch ein wunderschönes, herzförmiges… Dingens!

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Auflösung folgt. Später. Sachdienliche Hinweise zur Bestimmung dieser Pflanzen werden gerne als Kommentar entgegen genommen!

(noch kein) Wasser marsch!

Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass – wenn es schon so früh Frühling wird – das Wasser in der Kolonie schon wieder angeschaltet ist… also rein mit der Wasseruhr:

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(Hier der Blick in Richtung Bülowstraße / Bülowbogen auf die Lutherkirche, heute American Church in Berlin ; im Vordergrund die Parzelle unserer Nachbarn, die ein wenig mehr Zeit für die Gartenpflege aufwenden als wir)

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Passt!

Die Wasseruhr kommt übrigens aus der Nähe meines Heimatortes – die Lahn-Dill-Region wie auch das angrenzende Siegerland und Sauerland sind typische Standorte von kleinen, mittelständischen Betrieben, die aber Ihre Nische gefunden haben und von der Provinz aus die ganze Welt beliefern, sog. „Hidden Champions“. Die bekanntesten sind sicherlich Hailo und Rittal, aber auch Werne Schütz aus Olpe scheint sich einen gewissen Marktanteil gesichert zu haben…

Blöd nur: Jetzt habe ich die Wasseruhr eingebaut und alle Rohre wieder veschraubt (wir öffnen vor dem Winter die meisten Verschraubungen, damit die Rohre bei Minusgraden nicht platzen) – und jetzt ist immer noch kein Wasser da, weil die Wasserversorgung offiziell noch nicht wiederhergestellt ist. Naja. Hoffen wir mal, ich habe alle Hähne richtig verschlossen, und dass wir keine Überraschung erleben wenn sich endlich der Druck aufbaut…

Es grüßt euch euer – erstmals live und direkt aus dem Garten bloggende – Fenderbender

Die Bienchen sind da!

Nils, deine Bienen sind da!

Sie bevorzugen allerdings gar nicht die große Auswahl an Winterlingen…

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… sondern viel lieber die Krokusse, auch wenn sie dafür ein Stück weiter fliegen müssen.

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Guten Appetit!

Sonne!

Was für ein Wetter!

Seit 18 Jahren lebe ich in Berlin, und jedes Jahr ist es das gleiche Ritual: Ab November wird es draußen grau und düster, die  Stadt versinkt in eine Art Winterschlaf, die Touristen werden weniger, die Berliner sind noch misslauniger als sonst – und bleiben zu hause.

Irgendwann Ende März, Anfang April, manchmal auch erst Ende April, kommt dann endlich wieder die Sonne raus, und sofort sind alle Straßen, Plätzen und Grünanlagen voll von Menschen, die dringend ein wenig Licht und Wärme tanken müssen, und dies auch ausgiebig tun… und dieses Jahrsind wir, mit Sonne und 18° Wärme am 08. März, ganz besonders früh dran!

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Die Kinder fanden es so warm und hell, dass sie sich sofort einen Sonnenschirm aufgestellt haben…

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… damit sie dort ungestört ihre – zu meiner Zeit hießen sie „Tamagotchis“ – auf dem Smartphone versorgen können 😉

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Mein erster Gartenzwerg

42 Jahre, Diplom-Betriebswirt, verheiratet, drei Kinder, Kleingarten, Gartenzwerg.

Oder anders…

42 Jahre, kindisch, verspielt, steht auf unnützige Gimmicks und Popkultur-Devotionalien.

Wie bringe ich das jetzt zusammen?

So:

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