Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

Monat: Februar 2015

Krokus

Die dritte Blume, die sich in meinem Kleingarten bereits Ende Februar aus dem Boden traut, ist der Krokus:

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Es sind über 90 Krokus-Arten bekannt, und es ist mir nicht gelungen, meine eigenen einer konkreten Art zuzuordnen.

Ich weiß noch nicht einmal, ob die an ungewöhnlicher Stelle aus der Wiese sprießenden Krokusse von unseren Vor-Pächtern gepflanzt wurden, oder ob wir in unserem ersten Garten-Jahr 2014 mal ein paar Blumenzwiebeln haben fallen lassen – wobei die Tatsache, dass diese Blume auf Hasen und andere Nager hochgiftig wirkt, eher auf unsere Vorgänger hindeutet, die alle Pflanzen sehr bewusst nach Blütezeit und Nutzen ausgewählt haben.

Der Krokus gehört zur Gattung der Schwertliliengewächse .

Winterling

Eine große Überraschung im Garten waren die Winterlinge:

Einerseits war ich überrascht, wie viele von diesen schönen, gelb leuchtenden Blümchen schon Ende Februar aus dem Boden gesprossen sind:

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Zum anderen war es gar nicht so leicht, diese Blumen zu identifizieren bzw. zu bestimmen – mein kleines Blumen-Bestimmungs-Buch zeigte zwar den einen oder anderen Hahnenfuß, nicht aber genau diese gelbe Blume, die ich in meinem Garten vorgefunden habe.

Die Begründung ist einfach – mein Pflanzenbuch zeigt vor allem heimische Planzen,  was der Winterling streng genommen aber nicht ist:

Der Winterling stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum, wurde aber bereits im 16. Jahrhundert auch in Deutschland kultiviert. Heute finden sich die Pflanzen vor allem in der Nähe von Park- und Gartenanlagen, wo sie „unbeständig aus der Kultur ausgebrochen“ sind – und natürlich als bewusst angepflanzte Zierpflanze wie bei uns, wo sie als Früh- und Schneeblüher zusammen mit Schneeglöckchen und Krokussen schon ab Mitte Februar die ersten Blüten bilden.

Der Winterling liefert damit als eine der ersten Pflanzen im Jahr Nektar und Pollen. Steigt die Temperatur an sonnigen Wintertagen auf 10 bis 12 °C, so kann man dort die ersten Bienenanflüge beobachten – dafür muss mir mein Freund und Nachbar Nils wohl mal einen ausgeben, denn er ist Imker (hier sein Blog), und seine Bienchen finden oft den Weg über die Efeu-Barriere von seinem in meinen Garten…

Schneeglöckchen

Eine der ganz wenigen Blumen, die ich schon vor meiner Karriere als Kleingärtner kannte, sind Schneeglöckchen.

Bereits in meiner Kindheit habe ich Anfang März immer die üblichen verdächtigen Plätze abgesucht, um einen schönen Strauß Schneeglöckchen zu pfücken und meinem Vater zu schenken – der hat zu diesem Zeitpunkt nämlich Geburtstag, und er bekommt, seit wiederum seiner Kindheit, dann immer diese ersten frischen Blumen!

Schneeglöckchen sind in ganz Europa und Westasien verbreitet; sie kommen in der Natur vor allem in Waldwiesen, Auen und Laubwäldern vor und bevorzugen feuchte und schattige Standorte.

Fun Fact:  Der botanische Name Galanthus ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte, und auch im deutschsprachingen Raum soll der Name „Milchblume“ verbreitet sein, auch wenn ich diesen noch nie gehört habe.

Die frühblühenden Schneeglöckchen werden oft als erste Frühlingsboten betrachtet und deshalb gerne auch in Gärten angepflanzt; ich hatte aufgrund meiner bereits erwähnten Bindung zu diesen Pflanzen selber daran gedacht, welche anzupflanzen – aber natürlich haben das schon unsere Vor-Pächter erledigt! 🙂

Nur etwas mehr könnten es vielleicht sein…

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♫ Dezember, Januar, März, April – die Jahresuhr steht niemals still ♫

Der Winter ist vergangen, ohne dass ich die Gelegenheit gehabt hätte, ein paar Fotos vom verschneiten Kleingarten einzustellen – es lag in Berlin nur an einem einzigen Tag Schnee, und da war ich kränklich im Bett…

(zum Glück war die bloggende Konkurrenz nicht so schläfrig: Winterfoto)

Nun ist es schon wieder Ende Februar – genauer: Sonntag, der 22. Februar 2015 – und es wird Zeit für eine erste Begehung unseres Gartens!

Das Wetter ist nicht toll…

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… aber toll genug, um die Berliner in Scharen in den (von der Bevölkerung von Anfang an sehr gut angenommenen) Gleisdreieck-Park zu locken:

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(hier im Hintergrund rechts sieht man übrigens die Ruinen der ehem. West-Berliner In-Disko „90 Grad“ – aber da war ich selten, und es fällt auch in eine ganz andere Lebensphase 😉 )

Sogar die Eule hat geöffnet und ist gut besucht:

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Die Kleingartenanlage POG dagegen liegt noch größtenteils im Winterschlaf…

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(die gleiche Stelle vor 70 Jahren – aus dem Schaukasten im oberen Bild:)

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… und auch das Stück Stadtwildnis, eines der besonderen Konzepte des Parks, sieht noch wilder aus als sonst:

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Endlich nähern wir uns unserer Parzelle – auch hier scheint die Winterpause noch im vollen Gange zu sein, und es wächst noch nicht sehr viel…

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… außer dem Efeu unserer Freunde und Nachbarn Nils und Aino:

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Kaum jedoch betreten die Kinder den Garten, finden Sie die ersten blühenden Pflanzen des Jahren, nämlich…

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Schneeglöckchen! Winterlinge! Und Krokusse!

Und darum geht es ja eigentlich in diesem Blog…

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