Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

Kategorie: Blumen (Seite 2 von 2)

Die kenn‘ ich!

Endlich mal wieder eine Blume die ich ohne größere Recherche schon kannte…

Die Gelbe Narzisse (OK, diesen Namen kannte ich dann doch noch nicht) ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe. Bei höheren Mengen drohen Lähmungen und Kreislaufzusammenbrüche sowie Hautreizungen, die Narzissendermatitis/ Kontaktdermatitis genannt werden. Die höchste Konzentration an Giftstoffen befindet sich in der Zwiebel, weshalb ein Verzehr auch tödlich enden kann.

Jedes Jahr zur Blütezeit wird sie in großen Mengen als Schnittblume in den Handel gebracht. Aufgrund der langen Haltbarkeit (bei kühlem Standort bis zu 10 Tage) erfreut sie sich deiner hohen Beliebtheit in der Floristik.

Die symbolische Bedeutung der Osterglocke (das ist der Name den ich kannte) ist vielseitig. Vor allem steht diese in Verbindung mit den österlichen Feierlichkeiten. Dies ist zurückzuführen auf die Blütezeit im März und April. Im Christentum steht die gelbe Narzisse für die Auferstehung.  Das Osterfest ist im Christentum das Fest der Auferstehung von Jesus – genau so verhält es sich mit der Osterglocke. Mag sie den Rest des Jahres tot geglaubt sein, erblüht sie pünktlich zum Osterfest erneut auf. Die Osterglocke steht daher als Symbol des ewigen Lebens.

Mauer(streifen)-Blümchen

Was blüht denn da im Schatten der Gartenmauer, im Niemandsland zwischen meiner und der Obando-Parzelle?

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Ich würde sagen, es ist der Sibirischer Blaustern (Scilla siberica), auch Nickende Sternhyazinthe oder Sibirische Sternhyazinthe genannt – interessanterweise aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) .

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In Europa ist der Sibirische Blaustern eine beliebte frühblühende Zierpflanze in Gärten und Parks. Er gedeiht besonders an schattigen und halbschattigen, frischen Standorten. Manchmal verwildert er und kann dann Massenbestände bilden.

Bärlauch

Und was kommt als nächstes aus dem Boden? Noch ein Dingens?

Nein, ich denke es ist „Allium ursinum“ bzw., wie der Name schon sagt, Bärlauch!

(Hätte ich mal an den Blättern geschnuppert statt an der Blüte, dann wäre ich vielleicht ohne Web-Recherche darauf gekommen).

Tatsächlich handelt es sich beim Bärlauch um ein in Europa und Teilen Asiens (vor allem in Wäldern) verbreitetes Wildgemüse, welches früh im Jahr – oft schon im März – austreibt. Er gehört zur  Gattung Allium  (Lauch) und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Schade dass ich auf meiner Parzelle bislang nur 1-2 Pfänzchen entdeckt habe, denn der Bärlauch ist als altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze vielfältig nutzbar:

In der Küche nutzt man die Blätter – oft auch die Stängel – frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche.

Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Auch in der  modernen Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.

 

Die erste Ernte

Aus gegebenem Anlass: Meine allererste Ernte!

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Schick!

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Ich wünschte nur, die Winterlinge hätten die 24 Stunden in der Vase und die Lieferung nach Frankfurt am Main besser überstanden, aber es sind wohl eher keine Schnittblumen…

Dingens

Wieder ist eine Woche vergangen, und Schneeglöckchen, Winterlinge und  Krokusse sind nicht mehr das einzige was grünt…

Erste Knospen kann man z.B. an diesem… schönen… Dingens beobachten, welches den Geräteschuppen begrünt und im Herbst so schön herbstlich aussieht!

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Im Blumenbeet sprießt bereits das andere… Dingens, keine Ahnung was daraus wird…

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…und außerdem wächst dort auch ein wunderschönes, herzförmiges… Dingens!

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Auflösung folgt. Später. Sachdienliche Hinweise zur Bestimmung dieser Pflanzen werden gerne als Kommentar entgegen genommen!

Krokus

Die dritte Blume, die sich in meinem Kleingarten bereits Ende Februar aus dem Boden traut, ist der Krokus:

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Es sind über 90 Krokus-Arten bekannt, und es ist mir nicht gelungen, meine eigenen einer konkreten Art zuzuordnen.

Ich weiß noch nicht einmal, ob die an ungewöhnlicher Stelle aus der Wiese sprießenden Krokusse von unseren Vor-Pächtern gepflanzt wurden, oder ob wir in unserem ersten Garten-Jahr 2014 mal ein paar Blumenzwiebeln haben fallen lassen – wobei die Tatsache, dass diese Blume auf Hasen und andere Nager hochgiftig wirkt, eher auf unsere Vorgänger hindeutet, die alle Pflanzen sehr bewusst nach Blütezeit und Nutzen ausgewählt haben.

Der Krokus gehört zur Gattung der Schwertliliengewächse .

Winterling

Eine große Überraschung im Garten waren die Winterlinge:

Einerseits war ich überrascht, wie viele von diesen schönen, gelb leuchtenden Blümchen schon Ende Februar aus dem Boden gesprossen sind:

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Zum anderen war es gar nicht so leicht, diese Blumen zu identifizieren bzw. zu bestimmen – mein kleines Blumen-Bestimmungs-Buch zeigte zwar den einen oder anderen Hahnenfuß, nicht aber genau diese gelbe Blume, die ich in meinem Garten vorgefunden habe.

Die Begründung ist einfach – mein Pflanzenbuch zeigt vor allem heimische Planzen,  was der Winterling streng genommen aber nicht ist:

Der Winterling stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum, wurde aber bereits im 16. Jahrhundert auch in Deutschland kultiviert. Heute finden sich die Pflanzen vor allem in der Nähe von Park- und Gartenanlagen, wo sie „unbeständig aus der Kultur ausgebrochen“ sind – und natürlich als bewusst angepflanzte Zierpflanze wie bei uns, wo sie als Früh- und Schneeblüher zusammen mit Schneeglöckchen und Krokussen schon ab Mitte Februar die ersten Blüten bilden.

Der Winterling liefert damit als eine der ersten Pflanzen im Jahr Nektar und Pollen. Steigt die Temperatur an sonnigen Wintertagen auf 10 bis 12 °C, so kann man dort die ersten Bienenanflüge beobachten – dafür muss mir mein Freund und Nachbar Nils wohl mal einen ausgeben, denn er ist Imker (hier sein Blog), und seine Bienchen finden oft den Weg über die Efeu-Barriere von seinem in meinen Garten…

Schneeglöckchen

Eine der ganz wenigen Blumen, die ich schon vor meiner Karriere als Kleingärtner kannte, sind Schneeglöckchen.

Bereits in meiner Kindheit habe ich Anfang März immer die üblichen verdächtigen Plätze abgesucht, um einen schönen Strauß Schneeglöckchen zu pfücken und meinem Vater zu schenken – der hat zu diesem Zeitpunkt nämlich Geburtstag, und er bekommt, seit wiederum seiner Kindheit, dann immer diese ersten frischen Blumen!

Schneeglöckchen sind in ganz Europa und Westasien verbreitet; sie kommen in der Natur vor allem in Waldwiesen, Auen und Laubwäldern vor und bevorzugen feuchte und schattige Standorte.

Fun Fact:  Der botanische Name Galanthus ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte, und auch im deutschsprachingen Raum soll der Name „Milchblume“ verbreitet sein, auch wenn ich diesen noch nie gehört habe.

Die frühblühenden Schneeglöckchen werden oft als erste Frühlingsboten betrachtet und deshalb gerne auch in Gärten angepflanzt; ich hatte aufgrund meiner bereits erwähnten Bindung zu diesen Pflanzen selber daran gedacht, welche anzupflanzen – aber natürlich haben das schon unsere Vor-Pächter erledigt! 🙂

Nur etwas mehr könnten es vielleicht sein…

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