Kleingarten-Blog

aus der Kolonie POG im Gleisdreieck-Park

Kategorie: Blumen (Seite 1 von 2)

Sommer 2015

Es tut mir leid, ich habe momentan kaum Zeit, den Kleingarten zu genießen – und schon gar nicht, dort alles zu dokumentieren was Ende Mai / Anfang Juni grünt und blüht…

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Pfingstrosen:

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Erbsen (Zuckerschoten)

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Spinat:

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… aber einen Kleingarten pachtet man ja nicht nur für eine Saison. Stay tuned!

Blütenpracht

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Lila Blume

Und noch mehr lila!

Diesmal keine Kuhschelle, kein Feilchen, kein Leberblümchen… sondern am ehesten ein Herbst-Krokus – und das im Frühling?!? Nein, kann nicht sein, der Herbst-Krokus blüht frühestens im  September… Wiesen-Schaumkraut? Auch eher nicht. Elfen-Krokus? Die Blütezeit käme hin, aber die Blätter stimmen  nicht ganz…

Sorry, ich komme nicht drauf, viellleicht wenn das Blümchen ein wenig größer ist… stay tuned.

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Dickmännchen

Boa, schon wieder so ein schwieriger Fall… nicht nur,  dass das zarte Pfänzchen fast schon wieder verblüht wäre bevor ich es überhaupt entdeckt hatte – es gibt auch wirklich, wirklich viele Pflanzen mit weißen Blüten!

Ich behaupte mal: Diese hier ist ein Dickmännchen:

„Pachysandra terminalis bildet in halbschattigen und schattigen Lagen auf fast allen Böden einen dichten flächigen Bewuchs aus. Daher ist Pachysandra terminalis auch in Parks und Gärten in Europa seit vielen Jahren zu einem beliebten Bodendecker geworden. Die anspruchslose Pflanze breitet sich durch unterirdische Ausläufer recht schnell aus und eignet sich besonders zur Unterpflanzung von größeren Gehölzen.“ – ja, das kommt hin.

Gämswurzen, herzblättrige

Hallo, hübsche gelbe Blume, dich habe ich doch auch schon öfter gesehen… wie heißt du denn?

GeißkrautScharbockskraut? Wiesenarnika?  Kapkörbchen? Dukatenblume?? Großblumiges Mädchenauge???

Puh, schwierig, die sehen alle so ähnlich aus…

Nein, ich würde sagen… du bist ein Gämswurz!

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Die Gämswurzen (Doronicum), auch Gamswurzen genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 35 Arten sind in Eurasien und Nordafrika beheimatet.

Etwa zwölf Arten sind in Europa heimisch. Im deutschsprachigen Raum kommen Österreichische Gämswurz (Doronicum austriacum), Clusius-Gämswurz, auch Zottige Gämswurz (Doronicum clusii), Herzblättrige Gämswurz (Doronicum columnae), Großblütige Gämswurz (Doronicum grandiflorum) und Kriechende Gämswurz (Doronicum pardalianches) vor. Der Gattungsname Doronicum wurde 1753 durch Carl von Linné in „Species Plantarum“  erstveröffentlicht.

Traubenhyazinthe

Unsere Vorpächter haben entlang der Beete  eine lange Reihe von Traubenhyazinthen gepflanzt – diese Blume aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gehört zu den Pflanzen, die wie Tulpen, Narzissen und andere Hyazinthengewächse in der sogenannten orientalischen Phase von 1560 bis 1620 aus der Türkei und dem Nahen Osten nach Mitteleuropa eingeführt wurde.

Die Traubenhyazinthe gilt als giftig, insb. als hautreizend – mein einjähriger Sohn hat letztes Jahr jedoch in einem unbeobachtetem Moment einige der Blüten gepflückt und genascht, ohne dass Vergiftungserscheinungen aufgetreten wären… sieht halt auch einfach zu lecker aus!

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Kuhschelle

Nochmal lila, nochmal ein Hahnenfuß: Die gewöhnliche Kuhschelle!

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Die Form der halb geschlossenen Blüte ähnelt einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle. Die Verkleinerungsform „Kühchen“ hat zur Bezeichnung „Küchen“-Schelle geführt. Eine ähnliche Herleitung gilt für den wissenschaftlichen Gattungsnamen Pulsatilla, der sich vom lateinischen Wort pulsare für schlagen, läuten ableitet. Sie ist auch unter dem Namen Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume und Hackerkraut bekannt.

Forget-me-nots

Nach der Invasion der lila Blumen bekommt nun der Blaustern Verstärkung – von einem ganzen Rudel Vergissmeinnicht!

Der Name entstammt vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter, als die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen. Zur sprachlichen Besonderheit des Vergissmeinnichts gehört der ungebrochene Namenstransfer aus dem Deutschen in zahlreiche andere Sprachen, etwa 勿忘我不 (Wù wàngwǒ bù) im Chinesischen oder Forget-me-not im Englischen.

Die Gattung Myosotis („Mäuseohr“) ist in ganz Europa, Asien, Afrika, Australien und Nordamerika verbreitet.

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Die schönsten Blumen sind Lila

Also entweder ich weiß jetzt, welche die Lieblingsfarbe der Vorbesitzer war – oder die Zeit um den Monatswechsel von März auf April sind einfach „Lila Wochen“:

Neben den bekannten Krokussen – siehe Titelbild –  trauen sich nun auch Leberblümchen (Blume des Jahres 2013, wie der Winterling ein Hahnenfuß) …

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Märzveilchen (im Altertum eine mehreren Gottheiten geweihte Kultpflanze) …

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… und eine Gartenhyazinthe  (im Orient seit dem Altertum, in Mitteleuropa seit ungefähr 1560 kultiviert)

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aus dem Boden!

Please, please, don’t eat the daisies

… ist ein Song von Doris Day, den meine Mutter mal gehört hat als ich Kind war – nur die Frage, wer denn diese „Daisies“ sind, konnte ich damals nicht beantworten.

Dabei kenne ich natürlich Gänseblümchen  – mit Schneeglöckchen und Osterglocken sind es also schon mindestens drei Blumensorten, welche ich bereits vor meinem Kleingarten kannte, das sind doch gar nicht so schlechte Voraussetzungen 😉

Tatsächlich gehören die Mehrjährigen Gänseblümchen bzw.  Maßliebchen, Tausendschön , Monatsröserl bzw. bellis perennis („schön“ und „ausdauernd“), wie der Botaniker Carl von Linné sie benannt hat, zu den bekanntesten Blumen Europas, da sie auf fast jeder Rasenfläche vorkommen – entsprechend viele Namen haben sie, alleine Wikipedia listet eine ganze Seite mit verschiedenen Trivialnamen.

Die Blütezeit ist von März bis November, tatsächlich jedoch fanden sich auch in den Monaten dazwischen noch vereinzelte Blüten auf meiner Wiese.

Gänseblümchen sind essbar – am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette.  Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.

In der Volksheilkunde werden Gänseblümchenblüten als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.

Aufgrund ihrer großen Bekanntheit sind auch einige Aberglauben mit der Pflanze verbunden: Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr esse, werde das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. Und wer getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, die am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr gepflückt wurden, dem geht keine wichtige Arbeit schief.

Verwendung findet das Gänseblümchen auch als Orakel, indem die einzelnen Blütenblätter einer Blüte verbunden mit alternierenden Abzählreimen (etwa: …liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich…) abgezupft werden.

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